Die Figur des weißen männlichen Forschers, beziehungsweise des Jägers, Expeditionsleiters findet immer wieder Symbole der Erinnerung auf der Insel und in den verschiedenen Museen, selbst die universitäre Forschungseinrichtung der Universität aus Tromsö nutzt diese Figuren, sowie den Eisbär als stärkstes bezwungenes Tier der Arktis, um ihre Nutzungsberechtigung der Ortes zu legitimieren.
Ein weiterer Aspekt des Porträts war für mich die Selbstwahrnehmung als TäterIn, mit der eigenen kolonialen Vergangenheit und mit der eigenen „Weißheit“ konfrontiert zu werden. Da der menschliche Faktor in der öffentlichen Auseinandersetzung über die Arktis oft negiert wird.
Sowohl ich als KünstlerIn als auch die WissenschaftlerInnen müssen sich mit diesen Prägungen auseinandersetzen und diese überwinden. Das Porträt soll als Mahnung verstanden werden diese Kontexte zu reflektieren. Eine Renaturalisierung der Arktis kann nicht stattfinden und stellt den Versuch der Anrainerstaaten wie Norwegen dar, die Schäden an der Natur durch wissenschaftlich/künstlerische Arbeiten zu verbergen und den mensch als fähig zu zeigen als reversibel zu machen.
Meines Erachtens muss mit dieser Darstellung und Anknüpfung an diese Erinnerungstradition gebrochen werden um eine Transformation des Umgangs und der Sicht auf die Arktis zu erreichen, die notwendig ist.
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